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Hundertjahrfeier des Ersten Weltkrieges (2014 - 2018)

13/03/2014
Auteur: MIREILLE MERLI

Hundertjahrfeier des Ersten Weltkrieges (2014 - 2018)

Logo Hundertjahrfeier des 1. Weltkrieges. Nur ein Jahrhundert trennt uns vom Ersten Weltkrieg! Am Großen Krieg war ein Großteil der Welt beteiligt, allem voran Europa ohne das Elsass, den Platz furchtbarer Tragödien zu schonen.

Die Zeit ist gekommen ab Beginn des Jahres 2014 und für die folgenden 4 Jahre noch einmal an diese dunkle Vergangenheit zu denken und gemeinsam die Grundlagen unserer Ideale Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit zu untermauern.

 

Die Geschichte - ein tieferer Einblick :

Dieser Konflikt keimte auf dem Mutterboden der europäischen Gegnerschaft seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte war der Mord am Erzherzog Francois-Ferdinand von Östereich am 28. Juni 1914 in Sarajevo. Sehr schnell kristalliesierten sich die Bündnisse heraus. Auf der einen Seite Deutschland, Östereich/Ungarn und die Türkei (das dreifache Bündnis) und auf der anderen Seite Großbritanien, Frankreich und Russland (die dreifache Verständigung).

Italien stößt 1915 zum dreifachen Bündnis hinzu, die USA erst 1917 zur dreifachen Verständigung.

Soldaten im KampfDie Mobilisierung der Truppen findet sehr schnell in zahlreichen Ländern statt. Die deutschen Truppen übertreten die Grenzen und besetzen Belgien am 4. August 1914. Dies ist der Beginn des Großen Krieges der 4 Jahre dauern wird. Am 11. November 1918 ist der Moment gekommen um einmal Bilanz zu ziehen: Es ist tragisch, schauerlich und sehr besorgend die materiellen Umbrüche zu sehen. Die moralischen Traumata sind teilweise heute noch sichtbar bis in die Herzen der Städte und Dörfer. Das Elsass, besonders der "Hartmannswillerkopf" der nach dem Krieg in den "alten Armand" umgetauft wurde, war Kriegsschauplatz der besessenen Schlacht. Dieser pyramidenförmige Felsen, überragend mit seiner Höhe von 956 Metern war von beiden Lagern aufgrund von strategischem Interesse sehr begehrt. 30000 Männer - französisch und deutsch - wurden allein an diesem Ort Opfer von Granatfeuern, Gas - und Flammenangriffen. Dieser denkmalgeschützte Ort gehört zu einem der 4 nationalen Monumente und wurde während der tragischen Periode eingeweiht. 2 Rundwege stehen Besuchern zur Verfügung: Ein 30-minütiger Anstieg vom "alten Armand" bis zum großen Kreuz oder eine zweieinhalbstündige Wanderung durch die ehemaligen Unterschlüpfe und die 45 km langen, gut erhaltenen Schutzgräben.                                                                                                                                                                                                                                                                

Jean-Michel Maulpoix äußert sich zu seinem Thema:

"Für denjenigen, der heute den Wegen folgt die sich entlang der Felswände schlängeln, bewaldet vom "alten Armand", sind es schlagartig merkwürdige Narben die die Berglandschaft erscheinen lässt: Schutzgräben, Bunker, ein Chaos vonTragebalken und Wellblechen, halb zerfallene Mauerteile, beinahe eine Stadt, von der nichts als Flure, Türen, Kellerfenster und Stufen übrig ist. Die komplexe Geometrie des Krieges eingenommen von Brombeersträuchern und bedeckt von Laub. Einst bewohnt von Zaunkönigen aber seit langer Zeit wie ausgestorben . Das Moos zieht sich manchmal wie eine Haut  über die Steine, eine pflanzliche Haut die der Erinnerung eine nahezu weiche Figur verleiht; dort wo vor einem Jahrhundert das Blut der Menschen geflossen ist...

Logo hundertjahrfeir des 1. WeltkriegesDas Programm der Gedenkstädte des Ersten Weltkrieges im Jahre 2014 wurde durch die Präsidentschaft der französischen Republik, M. Francois Hollande ins Leben gerufen.

Diese Rückblicke auf die Geschichte sollen natürlich auf keinen Fall geheilte Narben  wieder aufreißen sondern unser Zielbewusstsein stärken, uns nie wieder in die Richtung eines solchen Horrors führen zu lassen. Wir wollen uns alle um ein gemeinsames Erbe versammeln und wie unser Präsident sagte "Frankreich nach vorne bringen um Europa mit zu gestalten und um den Frieden zu bewahren".

Die großen nationalen Daten 2014 sind Folgende:

  • 14 Juli 2014, Marsch über die Champs-Elysées mit der Beteiligung von Repräsentanten aus über 70 Ländern die an der Feindschaft teilnahmen.
  • 3 August 2014, 100-jähriger Geburtstag des Eintritts Frankreichs in den Krieg nach der Kriegserklärung von Deutschland in Anwesenheit des Bundespräsidenten M. Joachim Gauck. 
  • September 2014, Gedenkfeier der ersten Schlacht an der Marne  die  den Offensivangriff auf Paris stoppte.
  • 11 November 2014, Einweihnung der internationalen Gedenkstädte von Notre Dame de Lorette, in Erinnerung an die 600.000 Soldatenen die auf dem Schlachtfeld in Nord-Pas-de-Calais gefallen sind.

Die großen regionalen Treffen sind die Folgenden :

  • Die Ausstellung « Menschen im Krieg / Leben während der Kriegszeit  von beiden Seiten des Rheins – 1914-1918 », ist wie eine Wanderausstellung konzipiert. Sie wird im April 2014 eingeweiht und wird ab November 2014 zum Anlass des "Gedenktreffens" im Haus der Region in Straßburg zu finden sein. Ein kulturelles und gedenkendes Treffen rund um die Aufführung " An unsere Gefallenen.." vom ersten bis zum 8. Februar 2014 in der "Hall des Chars" in Straßburg wird ebenfalls geboten. Diese Aufführung, umgesetzt durch die Gesellschaft für lebendige Erinnerungen ist ein wirklich pedagogisches  und generationsübergreifendes Projekt. www.menschen-im-krieg-1914-1918.de

  •  Die Marokkowoche, organisiert durch den Verband "Die Freunde Marokkos der drei Grenzen" findet vom 7.01. bis zum 11.01. in Saint Louis unter der Anerkennung der drei Kolonialgruppen statt.
  • Zabern präsentiert bis zum kommenden 2. März im Schloss Rohan eine Ausstellung zur "Affäre von Zabern". 1913 wurde in einem Artikel der Lokalzeitungen "l'Elsässer" und "Zaberner Anzeiger" veröffentlicht, dass ein preussischer Leutnant die elsässer Soldaten als Taugenichts bezeichnete. Dieser Vorfall löst eine beeindruckenden Handel  in der internationalen Wende aus.
  • Ein Symposium rund um die politischen, künstlerischen,litterarischen und militärischen Gründe und Konsequenzen der "Zabernaffaire" führt die französischen und deutschen Akademiker vom 5.02. bis zum 07.02. zusammen.
  • Die Region organisiert außerdem Treffen von Hundertjahrfeiern, ein Konferenzzyclus über die Themen "Elsässer im Großen Krieg", in Partnerschaft mit dem Verband der Freunde der Gedenkstädte Elsass-Mosel und der Ausgabe La Nuée Bleue. Der erste Abschnitt dieser Veranstaltungsreihe findet am Montag, dem 20. Januar im Maison de la Région in Strassburg animiert durch den Historiker Jean-Noel Grandhomme statt.
  • Museumsbesuch SERRET in St AMARIN, eine der größten militärischen  bildhaft dargestellten Kollektion des Ersten Weltkrieges.
  • Gewöhnlische Geschichte einer elsässischen Familie im Krieg. Das Altagsleben einer Bauernfamilie, Austellung im ECOMUSEE D'ALSACE in Ungersheim, mit dem Netzwerk des Dreiländermuseums

 

  "Die Hundertjahrfeier muss ein Moment der internationalen Brüderlichkeit sein" !

 

 

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